zurückWeitsicht statt Wehrpflicht
Wir
wollen, dass Du dich entscheidest, ob die Aufgaben einer neuen
Bundeswehr sich mit Deinen Lebens- und Berufsvorstellungen decken. Wir
wollen, dass jeder - ob Mann oder Frau - in einer Freiwilligenarmee die
beste Ausbildung erhält und dann seinen Job als Profi versieht, wenn er
will. Wir sehen keinen Grund, länger am Wehrdienst festzuhalten.
Angesichts der veränderten Weltsicherheitslage ist dieser nicht mehr nötig.
Wer sich heute als Soldat sieht, soll diesen Beruf anstreben. Wer diesen
Job dann freiwillig übernimmt, der ist auch motiviert. Und Motivation
ist neben der Qualifikation die Voraussetzung, um in seinen Beruf Erfolg
zu haben, eine solche Bundeswehr brauchen wir in Zukunft. Wehrpflicht
nur wegen des Zivildienstes? Motivation
und Erfolg gehören zusammen. Ist ein Zwangsdienst da nicht
kontraproduktiv? Gibt es die Wehrpflicht nur noch, um am Zivildienst
festhalten zu können? Inwieweit hat die starke Lobby der Sozialverbände
hierauf Einfluss? Der Zivildienst war immer nur als Ersatzdienst gedacht
für junge Männer, die die Gewissensfrage nach dem Dienst an der Waffe
mit "Nein" beantworten, das war sinnvoll. Somit sollte er
historisch auch Ersatz und nicht die Regel wie heute sein. Heute
blockiert dieser einen ganzen Arbeitsmarkt. Bei einer Aussetzung der
Wehrpflicht und der damit verbundenen Abschaffung des Zivildienstes würden
in diesen bereichen zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese
Jobs könnten dann von Freiwilligen übernommen werden, die hierfür
qualifiziert und motiviert wären und nicht zwangsverpflichtet. Allgemeine
Dienstpflicht keine Alternativen! Endlich
haben auch Frauen Zutritt zu allen Berufsfeldern der Bundeswehr. Einige
"schlaue" Politiker haben den Puls der Zeit, die dringend
gebotene Umstrukturierung zur Freiwilligenarmee, noch nicht erfasst. So
fordern diese Zeitgenossen jetzt die allgemeine Wehrpflicht für junge Männer
und Frauen, da ein Pflichtjahr für Vater Staat noch niemandem geschadet
hat. Dies lehnen wir konsequent ab. Unabhängig davon, dass dies
wirtschaftspolitischer Unsinn ist, wenn noch mehr demotivierte und
minderqualifizierte Zwangsdienstleister anderer Leute Arbeitsplätze
blockieren, fordern wir die Verantwortungs- und nicht die
Zwangsgesellschaft. Hier entscheidet jeder selbst und verantwortlich,
was er tut und lässt und nicht Vater Staat. Wir unterstützen die Förderung
des "Freiwilligen Jahres". Derzeit engagieren sich 2,6 Mio.
Menschen ehrenamtlich im sozialen Bereich in Deutschland, ein weiteres
Potenzial von 2,7 Mio. Menschen kann sich dies vorstellen. Diese
Freiwilligkeit findet Anerkennung. Schaffen wir lieber Anreize, die dies
fördern. Weitsicht
statt Wehrpflicht! Die
Welt um uns herum bewegt sich. Der eiserne Vorhang ist gefallen, der
"Kalte Krieg" vorbei. Die sicherheitspolitische Lage hat sich
dadurch grundlegend verändert: Deutschland ist von Freunden umzingelt! Als
Mitglied der Nato, der WEU und der UNO braucht Deutschland eine flexible
und modern ausgestattete sowie gut ausgebildete Armee. Eine mannstarke
Armee wird nun nicht mehr benötigt. Aufgabe der Bundeswehr und der zukünftigen
europäischen Streitkräfte ist in immer stärkeren Umfang der Einsatz
bei Konflikten im Ausland. Die strategische Entwicklung, die auch vom
NATO-Beitritt weiterer Staaten und der Ausweitung der Bündnisverpflichtungen
beeinflusst wird, beschert uns im mehr Sicherheit. Sie hat allerdings
auch weitreichende Konsequenzen für die deutschen Streitkräfte. Die
Deutsche Bundeswehr hat ihren Auftrag im "Kalten Krieg"
erfolgreich durchgeführt. Das sollte man nicht vergessen. Aber nun ist
es Zeit, eine neue Armee für eine neue Nato mit einer neuen Strategie
zu schaffen. Dienstzeitende,
neuen Anforderungen gerecht werden! Bisher
musste jeder Wehrdinestleistende bitter erkennen, dass ihm gestohlene
Jahr alles andere als eine professionelle Ausbildung bescherte. Die
Bundeswehr hinkt technische und organisatorisch weit hinter dem
weltweiten Standard hinterher. Das Militärmuseum Bundeswehr garantiert
keinen keinen effektiven Einsatz mehr. Dies frustriert natürlich jeden,
der motiviert an die Zeit in Grün herangehen will. Die
derzeitige Struktur der Bundeswehr wird den, aus der neuen strategischen
Ausrichtung erwachsenden Anforderungen und Aufgaben nicht gerecht und
muss daher reformiert werden. Wir brauchen künftig kein Massenheer
mehr, sondern eine maßgeschneiderte Bundeswehr. Die neue Armee muss mit
angemessenen Kräften von Heer, Luftwaffe und Marine kurzfristig für
internationale Einsätze zur Verfügung stehen. Das ist mit der
"klassischen" Wehrpflicht-Armee nicht mehr zu machen. Profis
statt Pappkameraden Deutschlands
Bündnispartner haben die neue Situation erkannt. Im Rahmen der
Zusammenarbeit in Außen- und Sicherheitspolitik von Europäischer Union
und Nato wurde bereits reagiert, sie haben mittlerweile
Freiwilligenarmeen oder strukturieren ihre Armeen gerade hierzu um. Wenn Du einen eigenen Kopf hast, Deine Zukunft selbst gestalten willst, und freiwillige und motivierte Soldatinnen und Soldaten in unserer Armee haben möchtest, die den Aufgaben und Herausforderungen gewachsen sind, dann hilf uns dies zu erreichen. Weiter denken! Junge Liberale.
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